Schlaflose Nächte, verlorene Nachmittage und nicht erledigte Aufgaben: Das ist das Ergebnis von Overthinking. Dass wir uns ab und an mal Sorgen machen oder wichtige Entscheidungen hinterfragen, ist ganz normal und ich würde sagen – gesund. Doch was, wenn die Gedankenspirale uns stundenlang in Schach hält und wir uns in Szenarien verlieren, die gar nicht eintreten müssen? Wie wir aufhören, unsere Zeit mit unnötigen Gedanken zu verschwenden und worüber erfolgreiche Menschen nicht nachdenken.
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Von John Strelecky über Brianna Wiest bis Stefanie Stahl: Sarah beschäftigt sich intensiv mit Achtsamkeit und Persönlichkeitsentwicklung. Alle Tipps hat sie natürlich selbst ausprobiert und sucht immer weiter nach neuer Inspiration für ein bewusstes und erfülltes Leben.
So bremst dich Overthinking aus
Beim endlosen Gedankenkreisen geht es nicht nur um die Zeit, die wir uns selbst rauben. Wir denken uns beim Overthinking geradezu in Angst und Schrecken und malen uns den Worst Case aus – dabei müsste ungefähr zehnmal der schlimmstmögliche Fall eintreten, damit wir überhaupt in diese Lage kommen. Die Gedanken bremsen uns auf zeitlicher und mentaler Ebene aus. Ein echter Erfolgs-Killer also.
Psycholog:innen können sich übrigens aktuell nicht auf die Ursache von Overthinking einigen, da hier noch keine eindeutig bewiesen wurde. Es kann ein Symptom von Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen, aber auch physischen Erkrankungen sein. Manchmal liegt die Ursache in unserer Vergangenheit, doch auch Perfektionismus oder ein hohes Harmoniebedürfnis können der Grund fürs übermäßige Grübeln sein.
Denkst du zu viel? Das sind typische Symptome
Du bist dir nicht sicher, ob es sich bei dir um Overthinking oder ganz normales Grübeln handelt? Schau dir einmal die folgenden Symptome an und reflektiere dich selbst ehrlich:
- Du machst dir ständig Sorgen, meist um Dinge, die du nicht kontrollieren kannst.
- Du machst dir oft Gedanken über die Vergangenheit, Fehler und peinliche Momente.
- Deine Gedanken lassen dich nicht schlafen.
- Du denkst oft über das Gesagte oder Handlungen von anderen nach und interpretierst viel rein.
- Du spielst viele mögliche Szenarien durch.
- Gedanklich abzuschalten fällt dir schwer, selbst am Wochenende oder im Urlaub.
Je mehr Haken du hier gesetzt hast, desto wahrscheinlicher ist es, dass du von Overthinking betroffen bist. Was können wir dagegen tun?
Overthinking? Darüber denken erfolgreiche Menschen nicht nach
Wenn du im vorangegangenen Absatz festgestellt hast, dass du zum Overthinking neigst, könnte dir das hier helfen: Schauen wir uns doch die Geheimnisse erfolgreicher Menschen an. Wer seine Träume verwirklicht und Ziele erreicht, muss einen Weg gefunden haben, nicht zu viel zu grübeln, oder? Über die folgenden Dinge machen sich diese Menschen wenig bis keine Gedanken – daran können wir uns ein Beispiel nehmen:
1. Was andere über sie denken
Erfolgreiche Menschen lassen sich nicht von den Meinungen anderer leiten. Sie wissen, dass es unmöglich ist, es jedem recht zu machen. Anstatt sich zu fragen, ob jemand schlecht über sie redet, konzentrieren sie sich darauf, ihre eigenen Werte und Ziele zu verfolgen.
2. Perfektionismus
Viele von uns haben Angst, Fehler zu machen, und versuchen, alles bis ins kleinste Detail zu kontrollieren. Doch Perfektionismus ist der größte Feind des Erfolgs. Erfolgreiche Menschen handeln, anstatt ewig zu überlegen, ob etwas perfekt ist – denn Fortschritt ist wichtiger als Perfektion.
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3. Vergangene Fehler
Overthinking bedeutet oft, in der Vergangenheit zu verweilen und sich mit „Was wäre wenn?“-Fragen zu quälen. Erfolgreiche Menschen lassen Fehler hinter sich, ziehen ihre Lehren daraus und richten den Blick nach vorn. Vergangenheit ist Vergangenheit – und dein Einfluss liegt in der Zukunft!
4. Dinge, die sie nicht kontrollieren können
Ob das Wetter am Tag deines Events schlecht ist oder ob jemand anders eine bessere Chance bekommt – das sind Dinge, die außerhalb deiner Kontrolle liegen. Erfolgreiche Menschen akzeptieren Unvorhersehbares und investieren ihre Energie in das, was sie aktiv beeinflussen können.
5. Was-wäre-wenn-Szenarien
Overthinking führt oft dazu, sich unendlich viele negative Möglichkeiten auszumalen. Doch erfolgreiche Menschen verschwenden keine Zeit mit hypothetischen Szenarien. Stattdessen vertrauen sie auf ihre Fähigkeiten und bleiben flexibel für alles, was kommt.
Übermäßiges Grübeln abstellen – es geht!
Wenn du bis heute ein:e Meister:in im Overthinking warst, dann erwarte nicht, dass du es von jetzt auf gleich ändern kannst. Dieser Prozess kann viel Zeit und Mühe in Anspruch nehmen. Starte am besten damit, dich ehrlich zu reflektieren und beobachte deine Gedanken – in welchen Momenten gerätst du in die Spirale? Wenn du dir das bewusst machst, kannst du auch gezielt gegensteuern und dir Stück für Stück die Denkmuster von erfolgreichen Menschen aneignen.
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