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Studie deckt auf: Warum Frauen unter 30 Jahre ihre Altersvorsorge vernachlässigen 

Viele Frauen machen sich Sorgen um ihre Altersvorsorge – doch insbesondere jüngere Frauen schieben das Thema auf. Welche Gründe dahinter stecken, liest du hier.

gestapelte Münzen. Eine kleine Leiter ist daran angelehnt.
© Getty Images/Nora Carol Photography

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Für Frauen ist die Altersvorsorge ein schwieriges Thema, da sie oft nicht wissen, wie sie bei ihren niedrigeren Verdiensten für den Ruhestand vorsorgen sollen. Eine neue Studie zeigt allerdings, dass insbesondere Frauen unter 30 Jahren sich mit dem Thema kaum beschäftigen und ihre Altersvorsorge vernachlässigen. Welche Gründe dahinter stecken und warum eine fehlende Altersvorsorge so gefährlich ist, erklären wir dir im Folgenden.

Studie: Junge Frauen vernachlässigen die Altersvorsorge

Viele Menschen wissen, dass sie sich um ihre Altersvorsorge kümmern sollten, doch viele schieben das Thema auf. Besonders Frauen sind davon betroffen: 47 Prozent geben an, dass sie eigentlich mehr tun müssten, bei den Männern sind es 37 Prozent. Besonders drastisch zeigt sich das bei Frauen unter 30 – 56 Prozent von ihnen verdrängen das Thema Ruhestand.

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Einer der Hauptgründe ist die Angst vor Altersarmut. Doch das Aufschieben bleibt nicht ohne Folgen: Viele Frauen blicken mit Sorge statt mit Vorfreude auf ihren Ruhestand. Nur 38 Prozent freuen sich darauf, da sie finanzielle Engpässe fürchten. Ganze 63 Prozent sagen, dass ihre Angst vor der Altersvorsorge heute größer ist als früher.

Auch Unwissenheit hemmt die Vorsorgeplanung

Viele junge Menschen schieben das Thema Altersvorsorge auf, weil ihnen das nötige Wissen fehlt. Laut Umfrage fühlen sich 52 Prozent der unter 30-Jährigen nicht ausreichend informiert. Diese Unsicherheit führt dazu, dass sie sich gar nicht erst mit ihrer finanziellen Zukunft befassen. So bleibt die Altersvorsorge oft ein verdrängtes Thema.

Mit diesen 3 Tipps sorgst du für dein Alter vor

Damit deine Altersvorsorge wegen Unwissenheit scheitert, haben wir drei Möglichkeiten für dich, wie du ganz einfach fürs Alter vorsorgen kannst:

1. Betriebsrente

In Deutschland hat jede:r Arbeitnehmer:in Anspruch auf die sogenannte Betriebsrente. Dabei legt der/ die Arbeitgeber:in einen festen Anteil des Bruttolohns an. Du als Arbeitnehmer:in musst dafür keine Steuern zahlen und erhältst das zurückgelegte Geld bei Rentenantritt entweder direkt oder in monatlichen Raten ausgezahlt.

Die Betriebsrente klingt zwar zunächst sehr verlockend, lohnt sich jedoch eigentlich nur in zwei Fällen, da ansonsten noch nachträglich Steuern und Sozialabgaben fällig werden. Wenn du jedoch ein Jahresbruttoeinkommen von mehr als 71.400 Eurobeziehungsweise 60.000 Euro in Ostdeutschland hast, lohnt sich diese Art der Altersvorsorge schon eher.

2. Staatlich geförderte Vorsorge

Des Weiteren gibt es auch zwei staatlich geförderte Möglichkeiten der Altersvorsorge. Dazu zählen zum einen die Riester-Rente, die sich vor allem an Arbeiter:innen, Angestellte und Beamte richtet und die Rürup-Rente, die im Gegenzug dazu vor allem für Selbstständige gedacht ist.

Bei beiden Modellen erhält man Zuzahlungen durch den Staat. Während man die Rürup-Rente mittlerweile zu 100 Prozent von der Steuer absetzen kann, ist das bei der Riester-Rente nicht der Fall. Hier werden lediglich 1.575 Euro pro Jahr staatlich gefördert.

Sparschwein
Es gibt auch staatliche Möglichkeiten zur Altersvorsorge. Foto: Getty Images/Guido Mieth

3. Immobilien, Fonds und ETFs

Eine weitere, immer noch äußerst beliebte Form der privaten Altersvorsorge sind Investitionen in Immobilien, Fonds oder ETFs. Während Immobilien noch immer als sehr sichere Investition gelten, so sind Fonds und ETFs schon etwas risikoreicher. Schließlich kann man hier auch schnell viel Geld verlieren.

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