Egal, ob selbstständig, angestellt oder verbeamtet – die Altersvorsorge betrifft uns alle. Allein in die Rente oder Pension einzuzahlen reicht oft nicht aus, um den Lebensabend gut zu finanzieren. Expert:innen empfehlen daher regelmäßig, wie viel Geld man vorsorglich für den Ruhestand sparen sollte. Wie hoch der Notgroschen für die Rente ausfallen sollte, erfährst du hier.
Notgroschen für Rente: Diese Faustregel gilt
Altersarmut ist in Deutschland ein Thema, das immer mehr Menschen betrifft. Zwar ist es keine existenzielle Armut wie in Entwicklungsländern, aber im Vergleich zum Rest der Bevölkerung wird sie zunehmend zum Problem. Daher wird es immer wichtiger, einen Notgroschen für die Rente aufzubauen. Doch wie hoch sollte dieser ausfallen?
Lesetipp: Notgroschen als Paar: Diese Summe braucht ihr wirklich!
Die Stiftung Warentest hat schon vor Jahren eine Faustregel aufgestellt: Rentner:innen sollten rund 80 Prozent ihres letzten Nettogehalts zur Verfügung haben, um ihren Lebensstandard in der Rente nur wenig oder gar nicht einschränken zu müssen. Laut den Testern ergibt sich die Versorgungslücke, wenn der Bedarf der Rentner die gesetzliche Nettorente oder Nettopension überschreitet.
Notgroschen für Rente: Die ideale Summe für ein finanzielles Polster im Ruhestand
Die gesetzliche Rente schafft eine Grundbasis, reicht aber oft nicht aus, um 80 Prozent des vorherigen Einkommens zu erreichen. Die Allianz empfiehlt, zusätzlich 10 bis 15 Prozent des Nettoeinkommens für die Altersvorsorge zu sparen. Je näher du der Rente kommst, desto mehr solltest du zurücklegen. Wer später anfängt, muss mehr sparen, um die verpassten Jahre auszugleichen.
Klingt sehr theoretisch. Um das Ganze zu verständlicher zu machen, liefert die Allianz ein Beispiel: Eine 60-jährige Frau arbeitet seit 40 Jahren und verdient jährlich 30.000 Euro netto. 10 Prozent davon entsprechen 3.000 Euro, die sie jedes Jahr sparen sollte. Nach 40 Jahren hätte sie somit einen Notgroschen 120.000 Euro angespart, um die Versorgungslücke im Alter zu decken.
Mit diesen Vorsorgeoptionen machst du deine Rente fit für die Zukunft
Wie viel du sparen solltest, hängt von deiner Lebenssituation und den Ansprüchen für den Ruhestand ab. Die Sparkasse rät, möglichst früh mit der privaten Vorsorge zu beginnen, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Es gibt viele verschiedene Vorsorgeoptionen, wie die betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherungen, Fonds, ETFs oder Immobilien. Auch die Riester- und Rürüp-Rente sind beliebte Optionen.
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