Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Doch viele Anleger:innen sind unsicher, welche steuerlichen Regeln für den Handel und die Nutzung von Kryptowährungen gelten. In diesem Artikel erfährst du, welche steuerlichen Aspekte du beachten musst, wenn du mit digitalen Währungen handelst oder sie als Zahlungsmittel nutzt.
Kryptowährungen und Steuererklärung: Das gilt es zu beachten
In Deutschland werden Kryptowährungen steuerlich als „sonstige Wirtschaftsgüter“ eingestuft, wie smartsteuer berichtet. Das bedeutet, dass Gewinne aus dem Handel mit Bitcoin & Co. unter die Einkommenssteuer fallen können. Die Besteuerung hängt smartsteuer zufolge jedoch von verschiedenen Faktoren ab:
1. Haltefrist und Spekulationssteuer
Wenn du Kryptowährungen privat kaufst und länger als ein Jahr hältst, sind die erzielten Gewinne steuerfrei. Verkäufe innerhalb der einjährigen Haltefrist unterliegen hingegen der Einkommenssteuer, sofern der Gewinn insgesamt 600 Euro pro Jahr übersteigt. Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften können mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden.
2. Mining und Staking
Wer Kryptowährungen durch Mining oder Staking erhält, muss diese Einnahmen als sonstige Einkünfte versteuern. Die genaue steuerliche Behandlung hängt davon ab, ob das Mining oder Staking gewerblich oder privat betrieben wird.
3. Trading und gewerbliche Nutzung
Wenn du sehr häufig mit Kryptowährungen handelst oder hohe Gewinne erzielst, kann das Finanzamt dein Trading als gewerbliche Tätigkeit einstufen. In diesem Fall fallen zusätzliche Steuerpflichten wie Gewerbesteuer und Umsatzsteuer an.
Kryptowährungen als Zahlungsmittel
Auch wenn du Kryptowährungen zum Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen nutzt, kann das steuerliche Folgen haben, wie steuern.de berichtet. Wenn der Verkaufspreis deiner Krypto-Assets höher ist als der Kaufpreis, kann dies als steuerpflichtiger Gewinn gewertet werden. Liegt der Kauf hingegen mehr als ein Jahr zurück, bleibt die Transaktion steuerfrei.
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Dokumentationspflichten und Steuererklärung
Es ist wichtig, alle Transaktionen sorgfältig zu dokumentieren, um im Falle einer Steuerprüfung alle Nachweise erbringen zu können. Dazu gehören laut smartsteuer:
- Kauf- und Verkaufszeitpunkte
- Anschaffungskosten
- Veräußerungserlöse
- Haltefristen
Speziell entwickelte Krypto-Steuer-Tools können dir helfen, alle relevanten Daten zu erfassen und in die Steuererklärung zu übernehmen.