Weißt du, was dich im Leben so richtig erfüllt, wofür du brennst oder was deine Berufung ist? Nein? Dann ist es jetzt an der Zeit, das herauszufinden. In Japan verwenden Menschen dafür schon seit Jahrhunderten die sogenannte Ikigai-Methode. Was genau es damit auf sich hat und wie du sie anwendest, um deine Berufung zu finden, verraten wir dir in diesem Artikel.
Alles zur „Ikigai-Methode“:
Was ist die Ikigai-Methode?
Ikigai kommt aus dem Japanischen. Frei übersetzt bedeutet es so viel wie „Das, wofür es sich zu leben lohnt“. Der Glaube geht so weit, dass die Japaner:innen davon ausgehen, dass Menschen, die ihr Ikigai gefunden haben, ihr Leben lang mit Lebensfreude und innerer Zufriedenheit gesegnet sind. Außerdem sollen diese Menschen sogar länger leben als solche, die ihr Ikigai nicht gefunden haben.
Ikigai stellt dabei die Schnittstelle zwischen dem Lebenssinn, der Berufung, der Leidenschaft und auch dem Beruf dar. Es setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:
- was du liebst
- was die Welt braucht
- was du gut kannst
- wofür du bezahlt werden kannst
Diese Komponenten können unterschiedlich kombiniert werden, sodass sich verschiedene Schnittmengen ergeben. Diese setzten sich wie folgt zusammen:
- Mission im Leben: Schnittmenge aus dem, was du liebst und dem, was die Welt braucht
- Beruf: Schnittmenge aus dem, wofür man bezahlt werden kann und dem, worin man gut ist
- Leidenschaft: Schnittmenge aus dem, worin man gut ist und dem, was man liebt
- Berufung: Schnittmenge aus dem, was die Welt braucht und dem, wofür du bezahlt werden kannst
An dem Punkt, an dem sich die Mission im Leben, der Beruf, die persönliche Leidenschaft und die eigene Berufung überschneiden, liegt dann dein ganz persönliches Ikigai.

So findest du deine Berufung
Das klingt jetzt vielleicht erstmal etwas kompliziert, tatsächlich ist aber gar nicht so schwer, das persönliche Ikigai herauszufinden. Eigentlich benötigst du dazu nur einen Stift und etwas Papier. Anschließend beantwortest du jeweils auf einem separaten Blatt Papier die folgenden Fragen:
- Welche Dinge liebst du? Was machst du gerne? (z.B. Hobbys, Familie, Aktivitäten)
- Worin bist du gut? Wofür bekommst du Komplimente? (z.B. Beruf, Hobbys, Sport)
- Was kannst du beitragen, um die Welt ein kleines Stück besser zu machen? (z.B. bestimmte Gewohnheiten)
- Wofür kannst du bezahlt werden? (z.B. Beruf, frühere Jobs)
Hast du all diese Fragen einmal für dich beantwortet, kannst du dir nun ein großes Blatt Papier schnappen und vier Kreise darauf malen, die sich in der Mitte überschneiden. In jeden dieser Kreise trägst du nun nochmal die Antworten der zuvor beantworteten Fragen ein und in die Mitte schreibst du anschließend alle Überschneidungen dieser Antworten.
- Noch mehr Karrierethemen gefällig?
- „Warum haben Sie sich bei uns beworben?“ – 4 überzeugende Antworten
- Diese 3 Fragen solltest du auf jeden Fall im Bewerbungsgespräch stellen
- Lügen im Lebenslauf: Studie enthüllt die 5 beliebtesten Schwindeleien
Fazit: Beginne kleinschrittig, dein Leben zu verändern
Wenn du die verschiedenen Schnittstellen betrachtest, weißt du theoretisch, was nach der Ikigai-Methode, deine Berufung, deine Leidenschaft, dein Beruf oder deine Lebensmission sein sollten. Diese kannst du nun nach und nach angehen. Versuche dennoch, kleinschrittig vorzugehen und dein Leben nicht direkt auf den Kopf zu stellen. Vielleicht musst du sogar nur ein paar Dinge ändern, weil du deinen Traumberuf beispielsweise schon gefunden hast.