Arbeitszeit reduzieren: Die Vorstellung einer Vier-Tage-Woche und einer ausgeglichenen Work-Life-Balance wird für viele Deutsche immer wichtiger. Doch Friedrich Merz hält von beiden Konzepten nicht viel. Was das für Arbeitnehmende nun bedeuten könnte, erfährst du hier.
Merz kritisiert Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche
Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche? Nicht in Friedrich Merz‘ Welt! Beim Neujahrsempfang der IHK in Chemnitz sprach der designierte Kanzler seinen Unmut darüber raus. Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage seien diese Konzepte nicht die Lösung: „Ich bin persönlich sehr zuversichtlich, dass wir alle Chancen haben, aus dieser Krise wieder herauszukommen. Das wird allerdings nur gehen, wenn wir uns anstrengen, wenn wir vielleicht auch mal sagen, mit Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche wird das wahrscheinlich auch nicht gehen“, so Merz.
Doch nicht nur das. Wenn es nach Friedrich Merz geht, könnten wir in Zukunft vielleicht sogar noch etwas länger arbeiten. „Wir werden vielleicht sogar wieder ein bisschen mehr arbeiten müssen in Deutschland. Ich glaube, dass wir das auch können, dass die Bereitschaft in großen Teilen der Bevölkerung da ist, das zu tun.“
Mehr Flexibilität für Arbeitnehmende: Merz will Arbeitszeitgesetz reformieren
Merz möchte zudem das Arbeitsschutzgesetz ändern, um den Unternehmen mehr Spielraum zu verschaffen. „Warum ändern wir nicht endlich das Arbeitszeitgesetz und räumen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihren Betrieben ein, bis zu 40 Stunden in der Woche arbeiten zu dürfen, ohne dass das heruntergebrochen werden muss auf maximal acht Stunden am Tag. Das ist längst überfällig“, forderte er zu Jahresbeginn.
Der Gesetzgeber müsse nicht festlegen, dass nur acht Stunden pro Tag gearbeitet werden dürfen. „Maximal 40 Stunden im Arbeitszeitgesetz geregelt pro Woche wäre genug, würde viel Flexibilität in den Unternehmen auslösen.“
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Vier-Tage-Woche ist bei Arbeitnehmenden beliebt
Die Vier-Tage-Woche ist ein immer wieder hitzig diskutiertes Thema. Viele Arbeitgeber sehen darin eine Möglichkeit, begehrte Fachkräfte zu gewinnen. Arbeitnehmer hingegen erhoffen sich mehr Ausgeglichenheit und weniger Stress. Laut einer YouGov-Studie halten 74 Prozent der Befragten eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich für entscheidend, um ihren Alltagsstress zu reduzieren. Befragt wurden 1.561 Arbeitnehmer:innen, 227 Auszubildende und 488 Studierende im Auftrag der Swiss Life AG.