Jährlich ist die Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben, und viele versuchen, das Beste für sich herauszuholen. Allerdings sollte man an einigen Stellen auf Tricks verzichten. Denn viele wissen nicht, dass die Finanzbehörden jedes Jahr bestimmte Aspekte besonders genau prüfen. Hier erfährst du, welche Bereiche in diesem Jahr besonders im Fokus stehen.
Steuererklärung: Diese 6 Punkte überprüft das Finanzamt 2025 ganz genau
Die Bearbeitung der Steuererklärung steht wieder an. Eine Aufgabe, vor der sich viele am liebsten drücken würden. Doch wer kein bares Geld an den Staat verschenken möchte, sollte sich lieber um eine Abgabe bemühen. Damit das Finanzamt dich mit lästigen Fragen nervt, nennen wir dir sechs Punkte, bei denen das Finanzamt 2025 ein besonders Augenmerk legt. Dazu gehören T-Online zu folge unter anderem:
1. Erstmalige doppelte Haushaltsführung
Finanzämter sind oft besonders aufmerksam, wenn plötzlich neue Ausgaben auftauchen, wie bei einer doppelten Haushaltsführung. Damit die Zweitwohnung anerkannt wird, muss der Arbeitsweg erheblich kürzer sein. Bis zu 1000 Euro monatlich für die Unterkunftskosten kannst du absetzen.
Um auf Nummer sicherzugehen, solltest du den Mietvertrag, die Ummeldung und vielleicht auch Rechnungen für die Wohnungseinrichtung beilegen. So vermeidest du unnötige Nachfragen und erhöhst deine Chancen auf eine schnelle Anerkennung!
2. Arbeitszimmer
Du hast ein Arbeitszimmer und möchtest dieses von der Steuer absetzen. Dann sei dir eines bewusst: Das Finanzamt wird sicher mit Nachfragen daher kommen. Denn schließlich kann je nach Größe des Zimmers und Höhe der Kosten können sich hier stattliche Steuerersparnisse ergeben. Ein häusliches Büro wird jedoch nur anerkannt, wenn es ausschließlich beruflich genutzt wird – private Dinge wie Bett oder Kleiderschrank sind tabu.
Ob Belege akzeptiert werden, hängt vom Finanzamt ab, da viele eigene Formulare zur Erfassung des Arbeitszimmers verlangen. In diesem Fall reicht es nicht, einfach Belege beizufügen.
3. Unterhaltszahlungen
Finanzämter gehen hier besonders strikt vor, da das Missbrauchsrisiko hoch ist. Ein Nachweis über die Bedürftigkeit ist zwingend erforderlich. Ab 2025 können Unterhaltszahlungen nur noch dann abgesetzt werden, wenn sie per Überweisung erfolgt sind.
Lesetipp: Steuererklärung: Welche 4 Dinge du nicht absetzen darfst
4. Kryptowährungen
Besitzer:innen von Bitcoin, Ethereum oder anderen Kryptowährungen müssen sich auf Nachfragen einstellen. In diesem Fall solltest du eine genaue Abrechnung vorlegen können. Denn: Gewinne über 1.000 Euro sind steuerpflichtig, es sei denn, du hast die Coins länger als ein Jahr gehalten.

5. Erstmalige Vermietung
Ähnlich wie beim Arbeitszimmer variieren auch bei Vermietung und Verpachtung die Beleganforderungen der Finanzämter. Wer erstmals Abschreibungen für eine Immobilie geltend macht, sollte gleich die Kaufpreisaufteilung mit einreichen – das wird fast immer verlangt. Denn nur die Kosten für das Gebäude sind absetzbar, nicht das Grundstück, da dieses sich nicht abnutzt.
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6. Liebhaberei
Die Finanzämter prüfen oft, ob wirklich eine Einkunftserzielungsabsicht besteht – sowohl bei Gewerben, Selbstständigen als auch bei Vermietung. Wer über Jahre Verluste geltend macht, muss nachweisen, dass er ernsthaft auf Gewinne hinarbeitet.
Besonders relevant wird das für nebenberufliche Unternehmer, die hohe Kosten wie für einen Firmenwagen absetzen, aber keine Einnahmen haben. Eine klare Gewinnerzielungsabsicht kann man durch konkrete Schritte wie Umstrukturierungen oder Werbung belegen.
Fazit: Unterlagen für diese 6 Punkte besonders prüfen
Wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft, solltest du deine Steuererklärung 2025 sehr sorgfältig ausfüllen. Stelle sicher, dass alle Angaben wahrheitsgemäß sind und du die entsprechenden Unterlagen nachweisen kannst. Auf diese Weise vermeidest du unnötige Rückfragen.