Kennst du das Gefühl, wenn alles zu viel wird und du innerlich einfach einfrierst? Dein Herz rast, deine Gedanken drehen sich im Kreis – und trotzdem bist du wie gelähmt? Diese Angststarre kennen wir vermutlich alle. Aber bevor du dich selbst dafür verurteilst: Es gibt eine überraschend sanfte Methode, mit der du wieder in deine Kraft kommst: Fear Sitting. Diese achtsame Praxis lädt dich ein, deine Angst nicht zu verdrängen, sondern ihr Raum zu geben. Klingt scary? Vielleicht. Aber genau darin liegt die Befreiung.
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Fear Sitting: Darum geht es bei der Achtsamkeitstechnik
Fear Sitting ist eine Achtsamkeitstechnik, bei der du dich bewusst deiner Angst zuwendest, statt ihr auszuweichen. Du setzt dich (buchstäblich oder im übertragenen Sinne) hin, nimmst dir Zeit, atmest tief durch und lässt zu, was auch immer gerade da ist. Ohne Bewertung. Ohne Drama. Ohne die Angst schnell wieder loswerden zu wollen.
Im Gegensatz zu typischen Bewältigungsstrategien wie Ablenkung, Verdrängung oder Dauerschleifen im Kopf bedeutet das: Du hältst inne, wirst still und begegnest deiner Angst mit Mitgefühl. Das Ziel ist nicht, die Angst sofort loszuwerden – sondern, sie als Teil deiner Erfahrung zu akzeptieren. Genau darin liegt der Schlüssel, mit dem wir aus der Angststarre herauskommen.
So begegnest du deiner Angst auf Augenhöhe
Such dir einen ruhigen Ort, an dem du dich sicher fühlst. Setz dich bequem hin, schließe die Augen und atme ein paar Mal tief durch. Dann frage dich: Was fühle ich gerade wirklich? Vielleicht kommt sofort eine Welle von Unruhe, ein Druck auf der Brust oder einfach Leere. Bleib dabei. Beobachte. Lass es da sein, ohne das Gefühl gleich korrigieren zu wollen.
Wenn es dir hilft, kannst du innerlich sagen: „Ich sehe dich, Angst. Du darfst da sein.“ Das klingt vielleicht erst mal ungewohnt – aber es ist der erste Schritt, um aus der inneren Starre herauszukommen. Starte mit fünf Minuten pro Tag. Fear Sitting ist wie ein Muskel: Je öfter du ihn nutzt, desto stärker wird deine emotionale Resilienz.
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Deshalb solltest du Fear Sitting eine Chance geben
Fear Sitting hilft dir, dich selbst besser kennenzulernen – und deiner Angst ihre Macht zu nehmen. Wenn du lernst, mit unangenehmen Gefühlen präsent zu bleiben, entwickelst du eine innere Stärke, die kein äußeres Chaos so leicht erschüttern kann. Setz dich dabei nicht unter Druck: Es erfordert Mut, seinen Ängsten zu begegnen und vor allem auch Zeit, seine alten Muster aufzubrechen. Also bleibe achtsam und freundlich mit dir selbst, dann kannst du auch langfristig eine gesunde Beziehung zu deinen Emotionen zu pflegen.

Von John Strelecky über Brianna Wiest bis Stefanie Stahl: Sarah beschäftigt sich intensiv mit Achtsamkeit und Persönlichkeitsentwicklung. Alle Tipps hat sie natürlich selbst ausprobiert und sucht immer weiter nach neuer Inspiration für ein bewusstes und erfülltes Leben.