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Der „Finger Gottes“ auf den Kanaren: Warum das Naturwunder bald zerbrechen könnte

Der Roque Cinchado oder auch „Finger Gottes“ zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Kanaren. Alle Infos.

© Getty Images

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Mitten im Nationalpark Las Cañadas del Teide auf Teneriffa ragt ein beeindruckendes Naturdenkmal empor: der Roque Cinchado, besser bekannt als der „Finger Gottes“. Die ikonische Felsformation hat eine Höhe von 30 Metern und zählt inzwischen zu den am meistfotografierten Motiven der Kanaren! Doch es gibt ein Problem: das Wahrzeichen schwindet – und mit ihm ein Stück Teneriffas Identität. Alle spannenden Fakten.

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Kanaren: Die Form erinnert an einen erhobenen Zeigefinger

Der Roque Cinchado ist eine von mehreren markanten Felsformationen, die durch vulkanische Aktivität und Erosion im Laufe von Jahrtausenden geformt wurden. Seine außergewöhnliche Form verdankt der Felsen einer Kombination aus unterschiedlichem Gesteinsmaterial: harte Basaltschichten überlagern weicheres Sedimentgestein, das durch Wind und Wetter nach und nach abgetragen wird.

Das Ergebnis ist eine schmale, fragile Struktur, die sich wie ein erhobener Zeigefinger gen Himmel streckt.

Der Felsen ragt schlank und markant in die Höhe, wodurch er an einen erhobenen Finger erinnert. Foto: kentauros – stock.adobe.com

Teile des Gesteins brechen ab

So beeindruckend der „Finger Gottes“ auch wirkt – er ist nicht für die Ewigkeit gemacht. Bereits seit Jahrzehnten beobachten Geolog:innen eine zunehmende Erosion des Gesteins. Kleine Risse und Abbrüche lassen befürchten, dass der Fels irgendwann nachgibt und kollabiert.

Expert:innen warnen, dass Regen, Wind und Temperaturschwankungen das Naturdenkmal weiter schwächen. Zudem trägt der Tourismus seinen Teil dazu bei: Besucher:innen, die die Felsen erklimmen oder sich unachtsam verhalten, beschleunigen den Prozess.

Um den Felsen so lange wie möglich zu erhalten, setzen sich Naturschutzorganisationen und Behörden für eine nachhaltigere Besucherlenkung und Aufklärung über den sensiblen Zustand der Formation ein.

Der Finger Gottes ist ein begehrtes Fotomotiv, besonders mit dem Teide als beeindruckender Kulisse im Hintergrund. Foto: kentauros – stock.adobe.com

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Roque Cinchado: Mehr als ein Felsen – ein Symbol Teneriffas

Neben seiner geologischen Einzigartigkeit hat der Roque Cinchado auch eine kulturelle und touristische Bedeutung für Teneriffa. Der Felsen ist eines der bekanntesten Postkartenmotive der Insel und Teil des UNESCO-Welterbes rund um den Teide-Nationalpark.

Viele Wanderer und Fotograf:innen zieht es hierher, um das einmalige Zusammenspiel von Licht, Schatten und Farben zu bestaunen – besonders bei Sonnenaufgang oder -untergang.

Rund um die Sehenswürdigkeit gibt es viele Wanderwege, weshalb die Gegend auch bei Aktiv-Urlauber:innen beliebt ist. Foto: Pavel Kašák – stock.adobe.com

Ein Muss für Kanaren-Urlauber:innen

Wer Teneriffa besucht, sollte sich den Finger Gottes nicht entgehen lassen. Der Aussichtspunkt „Mirador de la Ruleta“ bietet einen perfekten Blick auf den Roque Cinchado mit dem majestätischen Teide im Hintergrund. Von hier aus führen mehrere Wanderwege durch die bizarre Vulkanlandschaft – ein echtes Highlight für Natur- und Fotografie-Liebhaber:innen.